Vögel
Mitte 2022 habe ich mir via Ebay die erste Kamera gekauft. Eine Sony Alpha 58 mit 2 Objektiven (18-50mm F3.5 - 5.6 & 50-200mm F4-5.6) für 120€. Eigentlich wollte ich damit ein Video für meine Band machen. Habe dann festgestellt, dass man damit ja auch fotografieren kann, zumindest kamen Bilder zustande von denen ich dachte, dass sie wie Fotografien aussehen, unscharfer Hintergrund , Subjekt scharf (halbwegs), der klassische innere „Wow-Effekt“. Die erste fotografierte Blaumeise im Garten hat mich zur Überzeugung gebracht, dass meine fotografische Bestimmung in der Vogelfotografie liegen muss. Ich habe dann unzählige Videos auf YouTube konsumiert und bin zu einem nahegelegenen See, um dort das Gesehene in die Tat umzusetzen. Die Ergebnisse waren durchweg niederschmetternd. Das nächste halbe Jahr war an Frustration nicht zu überbieten. Die Alpha 58 war bzw. ist für Vogelfotografie komplett ungeeignet, von den Objektiven ganz zu schweigen. Also: Geld zusammengekratzt und eine neue Kamera + Objektive gekauft. Ja, es wurde besser -solange sich die kleinen Kerlchen nicht bewegt haben. Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzung war ohne Dauerfrustration einfach nicht zu überwinden. Zudem habe ich relativ bald festgestellt, dass mir eine wichtige Kernkompetenz der Vogelfotografie, nämlich die Geduld und Ausdauer, um auf den richtigen Augenblick zu warten, scheinbar nicht gegeben ist. So zerschlug sich im Lichte der Erkenntnis meine Vorstellung von mir als “Bird-Photograher” Dennoch gehe ich ich immer mal wieder gerne raus, um Vögel zu fotografieren. Wie man sieht habe ich eine Vorliebe für Wasservögel: Gänse, Reiher und besonders Schwäne haben es mir angetan. Ich mag es, sie zu bobachten, speziell in der Balzzeit ist dann Immer was los. Die Alpha 58 habe ich übrigens immer noch, auch wenn sie nicht mehr benutzt wird, habe ich es noch nicht über Herz gebracht, sie zu verkaufen oder zu verschenken.

